Wie sie nach lyrisch nuancierten Tönen gegen Ende immer dramatischer und schließlich zum Zentrum der Aufführung wird, ist schauspielerisch wie gesanglich umwerfend.
— Deutschlandradio Kultur - 25. 11. 2011

VITA

Die in Hamburg geborene Sopranistin Annika Mendrala (vormals Annika Sophie Ritlewski) ist als freiberufliche Sängerin im In- und Ausland tätig. Gastengagements führten sie zu den Osterfestspielen in Salzburg unter der Leitung von Christian Thielemann, zum Shanghai Music Festival in Shanghai, zum Beijing Music Festival in Peking, an das Staatstheater Kassel, das Konzert Theater Bern, das Anhaltische Theater Dessau und seit vielen Jahren sehr regelmäßig an das Theater Heidelberg, an dem sie als Ensemblemitglied und später als Gast viele Rollen darbot.

Wichtige Partien waren Pamina (Zauberflöte), Micaela (Carmen), Poppea (L´inconorazione di Poppea), La voix humaine und Mélisande (Pèlleas et Mélisande) für die sie eine Nennung in der Fachzeitschrift Opernwelt als beste Sängerin des Jahres 2014|15 erhielt.

Schon während des Gesangstudiums an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin - das Annika Mendrala mit Auszeichnung abschloss - wirkte sie in zahlreichen Produktionen der freien Szene Berlins als Solistin mit. Wichtige und prägende Künstler ihrer Ausbildung waren Norma Sharp, Carola Nossek, Karola Theill, Wolfram Rieger, Irwin Gage, Thomas Quasthoff und Robert Gambill, der noch heute ihr Berater und Lehrer ist.

Annika Mendrala arbeitete mit namhaften Regisseuren, wie Nadja Loschky, Lorenzo Fioroni, Eva Maria Höckmayr, Tobias Kratzer, Michael Schulz und Johannes Felsenstein und genoss die intensive Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Cornelius Meister, Joana Mallwitz, Mirga Grazinyte und Wolfgang Katschner.

Die Sängerin ist Preisträgerin des Bundeswettbewerbs für Gesang Berlin und war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Bayreuth e. V. und der Stiftung Yehudi Menuhin Live Music Now e. V.

Neben Opernengagements tritt Annika Mendrala regelmäßig als Konzert- und Liedsängerin auf. Hierbei reicht ihr vielseitiges Repertoire von den Bach’schen Passionen über Mozart und Mendelsohn bis hin zu den großen lyrischen Partien ihres Fachs.

Als diplomierte Gesangspädagogin gibt Annika Mendrala Gesangsunterricht für Solisten und arbeitet außerdem als Stimmbildnerin mit Chören zusammen.

Annika Sophie Ritlewski [Mendrala] singt die Mélisande höchst nuanciert, ihr formschön geführter Sopran bringt die differenzierten Schwingungen des Debussy-Melos nahegehend in die Partiegestalt ein; und die Sängerin macht auf der Bühne beste Figur, egal ob im Schwarz einer traumatisierten Verwirrung oder im Weiß einer Schwanensee-Illustrierung
— opernetz.de, November 2014

Gespielte Partien

J. Arnecke (1973*) Erstarrung Sopran
J. Arnecke (1973*) Ariadne Ariadne
R. Beaudoin (1975*) Himmelfahrt (UA) Erzengel
L. v. Beethoven Fidelio Marzelline
G. Bizet Carmen Micaela/Frasquita
J. Bock Anatevka Hodel
C. Debussy Pelléas et Mélisande Mélisande
G. Donizetti L´elisir d´amore Gianetta
D. Glanert (1960*) Der Engel auf dem Schiff Minna
K. A. Hartmann Wachsfigurenkabinett alle weibl. Rollen
P. Hindemith Hin und Zurück Helene
C. Monteverdi Orfeo - Kinderversion Eurydike
C. Monteverdi L´incoronazione di Poppea Poppea
W. A. Mozart Die Zauberflöte Pamina/Papagena
J. Offenbach Orpheus in der Unterwelt Diana
G. B. Pergolesi Il geloso schernito Dorina
H. Pfitzner Das Christelflein Christkind
G. Porsile Spartaco Vetturia
F. Poulenc La voix humaine Hauptrolle
O. Respighi Dornröschen Dornröschen
G. Rühe (1979*) Wanderland (UA) S. Petersen
A. Scarlatti Marco Attilio Regolo Emilia
R. Strauss Ariadne Echo
R. Strauss Elektra 5. Magd
R. Strauss Salome Sklave
V. Ullmann Der Kaiser v. Atlantis Bubikopf
G. Verdi Rigoletto Gräfin Ceprano/Page
P. Viardot La Cendrillon Fee
R. Wagner Parsifal 1.Knappe/Blumenmädchen

Studierte Partien

E. Humperdinck Hänsel und Gretel Sand- / Taumännchen
C. Monteverdi Il ritorno d`Ulisse in Patria Amore
G. Pucchini Giannis Schicchi Lauretta
H. Purcell Dido & Aeneas 2nd Woman / 2nd Witch
R. Strauss Elektra 4. Magd

Konzertrepertoire

Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium I-VI, Matthäuspassion, Johannespassion, Magnificat, sowie diverse Bachkantaten
Ludwig van Beethoven Messe in C-Dur op. 86
Hector Berlioz L`enfance du christ
Johannes Brahms Ein Deutsches Requiem
Anton Bruckner Te Deum
Dieterich Buxtehude Membra Jesu Nostri
Antonin Dvoràk Stabat Mater
Gabriel Fauré Requiem
Georg Friedrich Händel Messiah, diverse Konzertkantaten
Lars-Erik Larsson Förklädd Gud
Felix Mendelssohn-Bartholdy Lobgesang op 52, Paulus, Elias, Psalm 42 Wie der Hirsch schreit
Wolfgang Amadeus Mozart C-Moll Messe/2. Sopran, diverse Konzertarien
Otto Nicolai Messe in D-Dur
Giacomo Puccini Messa di Gloria
Arnold Schönberg Entrückung
Louis Spohr Die letzten Dinge
Richard Strauss diverse Orchesterlieder
Heitor Villa-Lobos Bacchiana Brasileiras N° 5
Antonio Vivaldi Gloria